Renaissance mit angezogener Handbremse
- Dr. Patrick Scholl,
- Julian Späker,
- Jan-Peter Hülbert
Die Reform des europäischen Verbriefungsmarktes enthält richtige Ansätze, doch die erwartbaren Änderungen an den Verordnungen sind zu zaghaft.
Mit dem Eintritt in das Trilog-Verfahren zwischen Kommission, Rat und Europäischem Parlament erreicht die Reform des europäischen Verbriefungsrechts ihre entscheidende Phase. Auf Basis der vorliegenden Texte ist jedoch kein großer Wurf zu erwarten: Die angestrebten Erleichterungen gehen mit neuer Komplexität, Hürden an anderer Stelle und erheblichen Rechtsunsicherheiten einher, die den praktischen Nutzen der Reform konterkarieren. Zwar verbessern sich die Bedingungen für die Finanzierung von Verbriefungen durch Banken, eine nachhaltige Stärkung der Investorenbasis außerhalb des Bankensektors bleibt jedoch unklar.
Europäische Banken werden das Wachstumspotenzial des Verbriefungsmarktes nicht alleine schultern können. Entscheidend sind daher Reformen, die Kapitalsammelstellen außerhalb des Bankensektors einbeziehen.
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