In seiner MKG-Entscheidung vom 26. Juni 2003 (C-305/01) vertrat der Europäische Gerichtshof („EuGH“) die Auffassung, dass jede Art von Factoring – also „echtes“ und „unechtes“ Factoring – eine umsatzsteuerpflichtige Dienstleistung darstelle. Das Bundesministerium für Finanzen („BMF“) interpretierte das MKG-Urteil so, dass jeder Forderungskauf als umsatzsteuerpflichtiges Factoring zu qualifizieren ist, sofern der Forderungskäufer den Einzug der erworbenen Forderungen übernimmt. Sowohl in der Rechtsprechung als auch in der Literatur war diese pauschale Sichtweise des BMF von Anfang an umstritten; dies galt insbesondere für den Erwerb von zahlungsgestörten Forderungen („NPL“).

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