Das Marktmissbrauchsrecht wird derzeit auf europäischer Ebene einer tiefgreifenden Überarbeitung unterzogen. Insiderhandel, Ad-hoc-Publizität und Marktmanipulation werden künftig in einer EU-Verordnung geregelt, die in allen Mitgliedstaaten unmittelbar anwendbar sein wird. Damit entfallen die entsprechenden Regelungen des WpHG. Daneben bestehen Pläne für eine Europäische Richtlinie über die zu verhängenden strafrechtlichen Sanktionen.
Die Marktmissbrauchsverordnung sieht eine Erweiterung des Anwendungsbereichs auch auf alternative Handelssysteme, Emissionszertifikate, Benchmarks und OTC-Derivate vor. Gleichzeitig setzt sie die Anforderungen des EuGH-Urteils vom 28.06.2012 in Sachen Geltl / Daimler um.
Das Trilog-Verfahren zwischen EU-Kommission, Rat und Parlament wurde im Juli 2013 abgeschlossen. Das Europäische Parlament hat den Verordnungstext durch Standpunkt vom 10. September 2013 angenommen; Verhandlungen bei ESMA auf Level II-Ebene laufen zur Zeit.

Agenda

Vor diesem Hintergrund werden wir Sie zu folgenden Punkten informieren:

  1. Anwendungsbereich der Marktmissbrauchsverordnung
  2. Begriff der Insiderinformation nach der Verordnung
  3. Die Ausweitung von Director's Dealings auf Geschäfte mit Anleihen
  4. Regelungen zum Market Sounding
  5. Die Geltl-Rechtsprechung: aktueller Stand und Anforderungen an Emittenten

Zur Vorbereitung empfehlen wir Ihnen die nachfolgenden Dokumente: